Hard- und Software-Tipps vom Profi: Wir haben was gegen langsame PCs

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Was tun wenn der Rechner langsam ist und man das Gefühl hat, er läuft nur noch halb so schnell wie früher.

Wenn das Schätzchen noch mit Windows XP läuft, empfehlen wir ihn auszutauschen. Es lohnt sich kaum, einen alten Rechner aufzurüsten und ein neues Betriebssystem zu kaufen. Dieses ist in Verbindung mit einem neuen Rechner wesentlich günstiger zu bekommen.

Ok, sie möchten dennoch aufrüsten bzw. alles tun, um das Maximum aus dem Oldie raus zu holen? Dann bleiben Ihnen die folgenden Optionen:

Hardware – Tipps

Festplatte gegen eine schnelle SSD tauschen

Sie werden sich wundern, wie schnell ihr Rechner startet oder wie schnell Programme laufen. Die Hauptaufgabe für Sie wird, neben dem eigentlichen Einbau, darin bestehen, die Daten der Festplatte, englisch Hard Disk (HD) eins zu eins auf die Solid State Disk (SSD) zu kopieren. Sie müssen die HD „klonen“, um die SSD sofort als Startpartition verwenden zu können. Oder: Sie installieren das Betriebssystem neu. Viel Arbeit, aber die Geschwindigkeitsgewinne sind enorm. SSDs liefern Daten schneller, kosten aber auch mehr als herkömmliche Festplatten.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die SSD völlig leise arbeitet. Es wird ruhiger im Büro.

Es spricht allerdings nichts dagegen, neben der SSD auch herkömmliche HDs weiter zu verwenden (von den Lüfter- und Laufgeräuschen abgesehen). Sie sollten aber Betriebssystem und Programme auf der SSD speichern, weniger oft verwendete Daten auf der HD.  Das  Windows-Temp-Verzeichnis und temporäre Arbeitsverzeichnisse anderer
Programme sind Kandidaten für die SSD.

Wichtig: Regelmäßige Backups nicht vergessen.

Mehr RAM installieren

Schauen Sie in der Anleitung des Mainboards nach, wie viel RAM-Speicher der Rechner maximal nutzen kann. Besorgen Sie die passenden RAM-Bausteine und bauen Sie die Chips ein. Grundregel: Je mehr, desto besser. Allerdings vertragen nicht alle Mainboards alle RAM-Chips, selbst wenn die Bauform passt. Das Handbuch gibt ihnen Informationen über passende Chips. Hinweise zu exotischeren Mainboards und Chipsets finden Sie online.

Die Aufrüstung mit mehr RAM ist ebenfalls eine sehr effiziente Methode, um Altrechner zu beschleunigen, besonders, wenn viele Programme und Systemtools parallel laufen müssen und große Datenmengen verarbeitet werden. Zeitraubende Schreib- / Lesezugriffe auf die Festplatte werden minimiert.

Schnelleren Prozessor einbauen

Möglicherweise kann ihr System aufgerüstet werden, wenn Sie einen leistungsfähigeren Prozessor kaufen und den alten ersetzen. Auch in diesem Fall müssen Sie vorher überprüfen, welche Typen das Board unterstützt. Nicht nur die Sockelversion ist entscheidend, auch das Chipset muss mitspielen. Eventuell brauchen Sie auch einen neuen Lüfter und ein stärkeres Netzteil. Das sollten Sie vorher prüfen.

Diese Tipps beziehen sich hauptsächlich auf PCs. Notebookbesitzer können ebenfalls oft die Festplatte tauschen oder mehr RAM verbauen. Prozessoren auszutauschen, ist oft nicht möglich, Grafikchips schon gar nicht. Grund: In vielen Fällen sind diese auf der Hauptplatine aufgelötet.

Software – Tipps

Viren und Trojaner

Starten Sie noch heute einen umfassenden Viren- und Trojanercheck mit einer aktuellen Anti-Virensoftware. Viren sind mittlerweile ein Hauptgrund warum Rechner langsam werden. Dabei muss es sich nicht um Schadsoftware handeln, die auffällig ist und Ihr System zerstört. Viele Viren arbeiten still im Hintergrund und werden ferngesteuert, etwa um Spam zu versenden, virtuelle Währungseinheiten zu schürfen oder beim Angriff auf andere Systeme zu helfen. Sorgen Sie dafür, dass ihr PC kein Zombie wird.

Säubern Sie das Autostartmenü

Entfernen Sie aus Ihrem Autostartmenü alle Anwendungen bis auf die absolut notwendigen. Leider ist oft nicht einfach zu entscheiden, was notwendig ist. Es gibt online aber viele Hinweise zu den verschiedensten Tools. Leider nisten sich zu viele Softwareprodukte aus Marketinggründen dort ein ohne wirklich Mehrwert bieten zu können.

Vorinstallierte Anwendungen entfernen

Entfernen Sie alle Toolbars und sonstigen Programme, die kaum einen Nutzen bringen, dafür aber sinnvolle Ressourcen im PC blockieren. Gerade Consumer-PCs kommen zwar vorinstalliert, aber mit allerlei Softwareschnickschnack, für die die Hersteller extra bezahlen, damit diese standardmäßig auf ihre Festplatte kommen. Der eine oder andere mag daran Gefallen finden und über den Testzeitraum dann dafür bezahlen.

Neuinstallation

Ist Ihr System schon zu „vermüllt“,  empfiehlt sich eine Neuinstallation oder das Einspielen eines Backups aus der Anfangszeit. Da werden dann zwar erst einmal eine Menge Updates nachinstalliert, aber dafür ist das System wesentlich aufgeräumter und man muß nicht mehr alles installieren.

Optimierung der Netzverbindung

Sollte es lange dauern, bis Sie eine Internetverbindung bekommen, könnte das am langsamen DHCP Ihres Routers liegen. Dieser Automatismus weist allen Geräten im Netz eine sogenannte IP-Adresse zu. Sie können diese Prozess beschleunigen, indem Sie den Geräten feste IP-Adressen zuweisen.

Für Fortgeschrittene: Überprüfen Sie die Registry

Überprüfen Sie Ihre Registry auf unnötige Einträge oder Fehler, die sich mit der Zeit anhäufen. Oft werden noch Treiber geladen, obwohl das zugehörige Gerät längst ausgemustert ist.

Mit diesen Tipps und ein wenig Zeit, sollten Sie Ihren alten Rechner
wieder Höchstleistungen motivieren können.

Oder sprechen Sie mit uns… Ihrem FHD-Team 05241-470130

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